Was sind Indizes?

Ganz gleich, welche Art von Anleger Sie sind, es kann nie schaden, einige Ratschläge von einem der erfolgreichsten Anleger aller Zeiten anzunehmen.

Sowohl große als auch kleine Anleger sollten sich an kostengünstige Indexfonds halten.

Warren Buffet
What are indices

Natürlich wäre es fast unmöglich, Buffetts Rat zu befolgen, wenn man nicht weiß, was ein Index ist.

Außerhalb des Aktienmarktes findet man einen Index in der Regel am Ende eines Buches und es handelt sich dabei meist um eine Liste von Zitaten oder bibliografischen Informationen. Ein Index kann auch ein Indikator oder ein Zeichen für etwas sein. Ein Index auf dem Aktienmarkt ist jedoch sowohl eine Liste als auch ein Indikator.

An der Börse ist ein Index eine Liste von Aktien, die zur Darstellung einer bestimmten Branche verwendet werden kann. Diese Listen werden erstellt, damit Analysten makrostatistische Veränderungen auf dem Markt messen können. Diese statistischen Veränderungen können den Anlegern einen Blick aus der Vogelperspektive ermöglichen und in einigen Fällen auf künftige Marktbewegungen hindeuten.

Um einen Überblick über die Marktentwicklung zu erhalten, stellen die Analysten einen Index relevanter börsennotierter Unternehmen zusammen und bilden dann einen Durchschnitt aus deren Aktienkursen oder Marktkapitalisierung. Diese Durchschnittswerte sind für Anleger sehr wichtig, da sie die ersten Warnzeichen eines Bärenmarktes liefern und den Anlegern etwas Zeit geben, sich auf einen bevorstehenden Bullenmarkt einzustellen.

Der allererste Börsenindex wurde von Charles Dow geschaffen und heißt Dow Jones Industrial Average (DJIA). Bei seiner Einführung im Mai 1896 umfasste er die 12 größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Heute umfasst er die 30 einflussreichsten Unternehmen in den USA, die etwa 25 % des Wertes des nordamerikanischen Aktienmarktes ausmachen.

Allein durch einen Blick auf die statistischen Daten des DJIA erhält ein Anleger einen umfassenden Überblick über den US-Markt, ohne jedes einzelne amerikanische Unternehmen betrachten zu müssen. Durch die Nutzung der Informationen aus den Indizes kann ein Händler enorm viel Zeit sparen, die er für weitere Nachforschungen nutzen kann.



Der Geheimtipp des Aktienmarktes: der Indexfonds

Einer der bekanntesten Indizes der Welt ist der Standard & Poor's 500 (S&P 500), der 70 % aller börsennotierten Unternehmen in den USA umfasst und auch Warren Buffets bevorzugter Index für Indexfonds ist.

Im Laufe der Jahre bin ich oft um Anlageempfehlungen gebeten worden, schrieb Buffet in seinem Brief an die Aktionäre 2016. "Meine regelmäßige Empfehlung war ein kostengünstiger S&P 500 Indexfonds."

Wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, sind Indizes mehr als nur Vehikel für statistische Informationen und können auch als Alternative zu Standard-Anlagestrategien genutzt werden. Diese Alternative wird in Form vonIndexfonds angeboten..

Um herauszufinden, was Indexfonds sind, müssen wir uns zunächst die jährliche Rendite eines bestimmten Index ansehen. Der S&P 500 hat zum Beispiel eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10 %, was mehr ist als das, was die meisten aktiv verwalteten Investmentfonds erreichen können.

Das gilt nicht nur für den S&P 500, sondern auch für die meisten Indizes, die die Analysten bei den jährlichen Renditen übertreffen. Die Tatsache, dass die meisten Indizes besser abschneiden als Investmentfonds, ist beileibe keine Neuheit. Akademiker wissen seit langem von diesem Phänomen und sind sogar so weit gegangen, eine Theorie dazu zu entwickeln, die sogenannte Effizienzmarkthypothese (EMH).

Vor diesem Hintergrund liegt es auf der Hand, dass Indizes für Händler eine relativ sichere und dennoch seltsam profitable Möglichkeit darstellen. Aus diesem Grund legte John Bogle 1975 den allerersten kostengünstigen Investmentfonds auf, der nicht in speziell ausgewählte Unternehmen, sondern in die Unternehmen des S&P 500 investierte.

Bogle setzte damit einen Trend in Gang, der bis heute anhält, auch wenn Indexfonds im Vergleich zu herkömmlichen Anlagestrategien relativ unbeliebt sind. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Indexfonds passiv verwaltet werden. Das bedeutet, dass bei dieser Strategie keine Forschung und Analyse betrieben wird, da der Fonds lediglich den Index seiner Wahl nachbildet.

Der Mensch will schließlich Herr seines eigenen Schicksals sein. Es ist auch ein gewisses Maß an Romantik, mit eigenen, durch Forschung gestützten Entscheidungen Geld zu verdienen. Warren Buffet selbst hält sich nicht an seine eigenen Ratschläge und hat Berkshire Hathaway mit Hilfe seiner eigenen Analysen an die Spitze gebracht.

Dennoch wäre es eine verpasste Gelegenheit, nicht mindestens einen kostengünstigen Indexfonds in Ihr Portfolio aufzunehmen. Schließlich gibt es nur wenige risikoarme und ertragreiche Anlagemöglichkeiten auf dem Aktienmarkt.



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